Technisches Hilfswerk
Ortsverband Aachen
Eckener Str. 52
52078 Aachen



Telefon 0241-9209336
Fax 0241-9209337
Email: info@thw-aachen.de

 
 

Die biologische Ortung

Es gibt eine Vielzahl von anerkannten KatS.Organisationen die Rettungshundearbeit anbieten sie heißen Rettungshundestaffel, Rettungshundezug oder Fachgruppe Ortung (THW). Die Leistungsstandarts und Ausrüstungen variieren hier sehr stark. Beim THW, DRK, JUH und ASB hat man sich nun auf eine gemeinsame Prüfungsordnung verständigt, um so ein einheitliches Leistungsbild Rettungshundeteam für die Anfordernden Stellen zu gestalten. Man hat sich hier auf die DIN 13050 verständigt.

Die neue Prüfungsordnung tritt 2005 in Kraft und regelt die Ausbildung und die Prüfung. Sie beinhaltet einen Gemeinsamen Wesenstest für Hunde, Prüfung Trümmersuche und Vermisstensuche in der Fläche.

Rettungshunde:
Es gibt verschiedene Arten von Rettungshunden und Einsatzmöglichkeiten:

Trümmersuchhund RH-T:

Ein Speziallist für das Aufspüren von verschütteten Personen. Er kommt bei Gebäudeeinstürzen, Geländeabgängen( Erdrutschen), Explosionen aller Art, Flugzeugabstürzen, Eisenbahnunglücken, und Erdbeben zum Einsatz. Der Trümmersuchhund wird auf lebende Personen ausgebildet. Dabei soll er sich in der Suche auf die so genannte strömende Menschliche Witterung konzentrieren und diese an der stärksten Austrittsstelle durch Bellen anzeigen. Gegenstände wie getragene Kleidung oder Sachen an denen noch Witterung anhaftet, genauso wie Essen soll er bei seiner Suche ignorieren. Man spricht hier von der schwierigsten aller Ausbildungssparten. Beim THW müssen alle Hunde diese Ausbildung haben. Die Kombination mit der Ausbildung zum Flächensuchhund ist hier durchführbar.

Flächensuchhund RH-FL :

Dieser Hund wird zur Suche von vermissten Personen in Waldgebieten oder unübersichtlichen Flächen ausgebildet. Er kommt bei jeder vermissten Person zum Einsatz wenn Anhaltspunkte zur Suche bestehen.
Der Flächensuchhund wird Grundsätzlich auf lebende Personen ausgebildet. Flächensuchhunde sind so genannte Hochwindsucher. Sie brauchen keine Fährte oder Individualgeruch des Vermissten um diesen zu finden. Nicht jeder Flächensuchhund ist auch geeignet auf Trümmern zu arbeiten, daher gibt es eine extra Prüfung Fläche. Beim THW ist das eine Zusatzausbildung.

Lawinensuchhund RH-L :

Dieser Hund kommt in den Gebirgen vornehmlich bei den Berg- und Rettungsdiensten zum Einsatz. Er hat die Aufgabe von Lawinen verschüttete Personen zu orten und durch bellen und scharren anzuzeigen.

Wasserrettungshund :

Dieser Hund kommt an Gewässern mit Badebetrieb zum Einsatz und hat die Aufgabe Menschen die zu ertrinken drohen zu retten. Er wird so ausgebildet das er zu den Menschen schwimmt und diese dann an Land bringt. Er ist hier mit einem speziellen Geschirr an den dem sich der Mensch festhalten kann ausgerüstet. Hier kommen nur große Rassen wie Neufundländer zum Einsatz.

Wassersuchhund :

Dieser Hund hat die Aufgabe ertrunkene Personen in Gewässern zu orten und somit Tauchern die Suche und Bergung der Person zu erleichtern. Der Hund ist ein Leichenspürhund und wird nicht zur lebend Rettung eingesetzt.

Mantrailer Personensucher :

Dieser Hund wird auf eine Sucharbeit am Boden trainiert. Er ist im Stande den Individualgeruch einer Person von anderen zu unterscheiden und einen freien Suchstil zu zeigen. Diese Suchweise befähigt ihn, eine Spur in jeder Umgebung (Stadt und Land) und auf jedem Untergrund ( Naturboden, Asphalt, Wasser) zu verfolgen. Er ist fähig ältere Fährten zu verfolgen als der klassisch ausgebildete Fährtenhund. Diese Hunde kommen bei Polizeieinheiten und auch seit ca. einem Jahr bei Rettungshundestaffeln zum Einsatz.

Näheres unter www.mantrailing.com

Warum findet ein Rettungshund Menschen?

Hunde haben etwa 40-50 mal mehr Riechzellen und auch ein größeres "Riechzentrum" im Gehirn als der Mensch. Damit sind trainierte Hunde z. B. in der Lage Buttersäure in einer bis zu 100.000fach größeren Verdünnung wahrzunehmen, als der Mensch. Dies macht man sich bei den Rettungshunden zu Nutze. Nahezu alle Rettungshundearten sind auf den Geruch von lebenden Menschen konditioniert. (Leichensuche ist i.d.R. Aufgabe der Polizei). Das heißt für den Rettungshund, er sucht und lokalisiert die Stelle, an der die meiste menschliche (Lebend-) Witterung austritt, dort verharrt er und zeigt seinem Hundeführer die Stelle durch Bellen an. In der Fläche arbeitet der Hund eine so genannte Witterungsfahne aus. Einmal in der Nase läuft der Hund solange bis er die Person erreicht hat. Für diesen menschlichen Geruch sind hauptsächlich abgestorben Hautzellen (ca. 50 Millionen pro Sekunde), die von Bakterien zersetzt werden, verantwortlich. Störgerüche in einem zerstörten Gebäude (getragene Kleidung, Lebensmittel, etc.) dürfen einen Hund nicht ablenken.


zurück



zurück
  (C) 2005 THW Ortsverband Aachen * Verantwortlich: Webmaster *