Technisches Hilfswerk
Ortsverband Aachen
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52078 Aachen



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Ortungsmethoden

Trümmersuche:

In der heutigen technisierten Welt kommt es immer wieder zu mehr oder weniger starken Unfällen oder Katastrophen. Bauliche Mängel lassen Gebäude einstürzen, defekte oder manipulierte Gasleitungen führen zu Explosionen. Flugzeugabstürze oder Naturkatastrophen fordern ihren Tribut. Immer sind Menschen die Leidtragenden. Wenn Personen unter Trümmern liegen, geht es um die schnellstmögliche Hilfe, um sie zu finden und sie aus den Trümmern zu befreien. Hier kommt der Trümmersuchhund zum Einsatz um den Rettungsmannschaften den Weg zum verschütteten zu zeigen und die Zeit der Rettung zu verkürzen. Wenn die Hunde die Person geortet haben kommen Ortungsgeräte zum Einsatz, um die genaue Lage der Person zu bestimmen, damit nun eine gefahrlose Rettung durchgeführt werden kann. Die Ortung Aachen kam schon bei einigen Gasexplosionen und Gebäudeeinstürzen zum Einsatz.


Gasexplosion in Aachen 1999


Gasexplosion in den Niederlanden 2003


Gasexplosion in Aachen 1999

Vermisstensuche:

Aber nicht nur bei Unfällen oder Katastrophen kommen Rettungshunde zum Einsatz – Bei vielen menschlichen Tragödien werden Rettungshunde eingesetzt, die Kinder die sich im Wald verirrt haben, ältere Menschen die aufgrund geistiger Verwirrung nicht mehr nach Hause finden, oder Menschen die einfach nicht mehr mit ihrem Leben klarkommen. Dann sind es Rettungshundeteams die diese Personen schnell in den unwegsamen und unübersichtlichen Geländen oder Wäldern finden und Hilfe bringen .

Immer dann wenn es Anhaltspunkte gibt das sich die Personen in Waldgebieten aufhalten, kann die Fachgruppe Ortung zur Unterstützung eingesetzt werden. Im Gelände kann ein Rettungshund einen Korridor von ca. 50 m Breite fünfmal schneller absuchen als dies durch den Einsatz von mindestens 25 Helfern/innen möglich wäre.

Wir verfügen inzwischen über moderne Techniken die eine Suche erleichtern.

Mit topografischer Kartensoftware, Laptop, Drucker und GPS-Empfängern können die Rettungshundeteams eine Suchaktion bei Tag und bei Nacht unterstützen und somit die Suche in einem unbekannten Waldgebiet deutlich erleichtern.

Wie wird aus einem Hund ein Rettungshund?

Rettungshund ist ein Titel, der keinem Hund in die Wiege gelegt wird. Es ist Unsinn sich einen Welpen zu kaufen, dessen Eltern Rettungshunde sind und zu meinen, der Kleine ist nun automatisch dafür geeignet. Die Eltern geben dem Hund lediglich das gute Wesen mit, alles andere muss sich der Welpe erarbeiten – unter Anleitung eines erfahrenen Ausbilders!

Gewisse Grundvoraussetzungen muss der Hund mitbringen, so ist z.B. ein sicheres Wesen gefordert. Der Hund muss sich in jeder Situation neutral gegenüber Menschen und anderen Tieren verhalten. Er muss freundlich, selbstsicher, gehorsam sein und einen ausgeprägten Spieltrieb haben. Ebenfalls von Bedeutung sind eine gute Kondition und Gesundheit (frei von HD, ED etc.).

Wenn der Hund diese Grundlagen mitbringt, steht einer Ausbildung nichts mehr im Wege. Das heißt aber nicht, dass der Hund ein Rettungshund wird. Viele Eigenheiten des Hundes stellen sich nun mal erst im Laufe der zweijährigen Ausbildung heraus!

Wie wird aus einem Menschen ein Hundeführer in einer Fachgruppe Ortung ?

Auch der Hundeführer muss auf seinen späteren Einsatz vorbereitet werden. So muss er als erstes alles über den Hund lernen, d.h. er muss den Hund lesen lernen (dessen Körpersprache und Ausdrucksverhalten sowie das anderer Hunde), um mit dem Hund kommunizieren zu können. Die Hunde sollen zwar durch Bellen Opfer anzeigen, es kann aber durchaus sein, dass der Hund keine sichere Anzeige bringt und sich eben nur durch Körpersprache verständigt. Und da muss man dann seinen Hund verstehen können.

Des weiteren lernt der Hundeführer Erste Hilfe am Hund und am Menschen (Vorteil ist eine SAN-A-Ausbildung), Kartenkunde, Funken, Trümmerkunde und den Umgang mit Technischen THW- Geräten. Er muss alle Gefahren im Einsatz kennen und wissen, wie er seinen Hund und sich selbst nicht in Gefahr bringt.

Mit hoher Motivation und hohem Arbeitsaufwand nur ein Ziel verfolgen. Nämlich den Hund und sich selbst so auszubilden das man fähig ist Menschenleben zu retten.

Die Rettungshundeteams des THW werden für die Erfüllung der DIN 13050 ausgebildet und geprüft. Dabei müssen die Rettungshunde und ihre Hundeführer eine zwei jährige Ausbildung zum Rettungshundteam absolvieren die mit einer Prüfung abgeschlossen wird. Danach wird die Einsatzfähigkeit jedes Jahr erneut geprüft. Die Anforderungen sind so hoch, um die Leistungskriterien zu erfüllen ,das nicht jedes Team die Prüfungen besteht. Denn Rettungshundearbeit ist kein Spiel oder eine Ersatzbeschäftigung für Hundeführer, sondern professioneller, ehrenamtlicher Arbeitseinsatz.

Technische Ortung:

Horchgeräte:

Flächendeckend existieren derzeit die Horchgeräte in den Fachgruppen Ortung des THW. Hierbei handelt es sich um Weiterentwicklungen von "Leckage"-Suchgeräten aus dem Kanalbau. Diese Ortungsgeräte bestehen aus sechs Sensoren (Geophonen = Erdmikrophon), einem Verstärker mit Kopfhörern, einer Wechselsprechsonde mit Mikrophon und einem Kabelsatz.

Funktionsprinzip:

Die Sensoren funktionieren wie ein Seismograph in der Erdbebenwarte, d.h. sie nehmen Körperschall (Bodenschwingungen) auf und wandeln ihn in ein elektrisches Signal um. Dieses Signal wird über die Kabel zu dem Verstärker geleitet, dort bis zu 1.000.000fach verstärkt und hörbar gemacht.


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