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Erfolgreicher Einsatz der Fachgruppe Ortung

Am 21.05.06 um 7:42 Uhr wurde die Fachgruppe Ortung alarmiert. Sie sollte den Ortsverband Düren und Hürtgenwald bei der Suche von einem 80 –jährigen, demenzkranken Mann unterstützen. Der ältere Herr war seit Samstag, den 20.05.06 21:00 Uhr von einem Altersheim in Nideggen abgängig. Die Polizei hatte am Vorabend schon alle Wege in Nideggen rund um das Altersheim erfolglos abgesucht. Wegen Dunkelheit, Regen und Sturm wurde der Einsatz mitten in der Nacht auf den nächsten Morgen verschoben.

Die Polizei alarmierte das THW Aachen, Düren und Hürtgenwald. Auf Wunsch der Polizei suchten einige Helfer des THW mit Mountainbikes die Wanderwege, die nicht mit den Einsatzfahrzeugen zu befahren waren, ab. Einige Helfer suchten im Kurpark von Nideggen.

Nach Absprache mit der Einsatzleitung (Jörres, Guido) sollte die Fachgruppe Ortung den Wanderweg vom Altersheim Richtung Brück absuchen. Ausbilderin Sandra Schäfer-Koll stellte zwei Suchtrupps zusammen. Eine Gruppe suchte den Fußweg unterhalb des Altersheim ab. Die andere Gruppe suchte den Pfarrer-Lennartz-Weg ab.

Der Bruder des Vermissten gab an, dass dieser den Weg oft nach Brück benutzt hat. Die Rettungshunde suchten rechts und links den Wegrand ab. Andrea Fackelday, Hannes Pössinger und Sandra Schäfer-Koll beobachteten die Hunde und berieten sich auf Grund der gefährlichen, felsigen Unwegsamkeit. Zwei Mountainbiker hatten die Strecke zwar schon abgefahren, aber die Rettungshunde konnten mit ihrer Spürnase das Dickicht genauer absuchen.

Durch eine Funkmeldung wurde der Gruppe während der Suche mitgeteilt, dass der Vermisste an den „2 Brüdern“ einer Felsformation gefunden wurde, nun aber noch geborgen werden musste.

Dort angekommen trafen die Rettungshundeführer die Helfer Jörg Bauchmüller und Christian Peters vom THW Düren, sowie einen Helfer vom THW Hürtgenwald. Jörg Bauchmüller hatten den Vermissten neben der Felsformation entdeckt. Er saß auf einer Felsenplatte, unterhalb dieser ging es steil in die Tiefe. Es bestand die Gefahr, dass der alte demenzkranke Mann sich beim Ansprechen erschrecken und in die Tiefe stürzen würde. Aus diesem Grund gingen Hannes Pössinger und Jörg Bauchmüller um den Felsen herum und näherten sich dem Herrn bergaufwärts. Somit war sicher gestellt, dass das Opfer nicht nach unten wegrutschen konnte. Der Helfer Pössinger sprach den alten Herrn freundlich an. Dieser war sichtlich erfreut, endlich gefunden worden zu sein. Der Helfer aus Hürtgenwald und die Hundeführerin S. Schäfer-Koll sicherten den alten Mann von oben. Offensichtlich war der Mann sehr erschöpft und durchgefroren. Seine Beine taten ihm vom langen Sitzen weh. Er hatte sich wohl gestern Nacht an dieser Stelle niedergelassen, doch durch den ganzen Regen, durch das Laub rutschen seine Füße nur noch weg und er konnte nicht mehr vor und nicht mehr zurück. Er war sehr erleichtert und die Helfer packten ihn mit ihren Jacken warm ein.

Mit sechs Helfern wurde der Mann gedreht und langsam an der Felswand wieder nach oben bugsiert. Jeder packte tatkräftig mit an. Oben angekommen wurde für den älteren Herrn eine Sitzgelegenheit geschaffen und er wurde warm eingepackt. Langsam flößte die Helferin Andrea Fackelday ihm Flüssigkeit ein. Dankbar nahm der Herr sie auf. Die Polizei war schon verständigt, so dass der RTW schon unterwegs war.

Mit einer Trage aus dem Rettungswagen konnte der Herr über den Wanderweg schnellstmöglich zum RTW gebracht werden. Zur Beobachtung musste der Mann in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht werden. Wir wünschen diesem lieben und achtenswerten Mann gute Besserung und hoffen, dass er bald wieder zu Hause ist und seinen von uns versprochenen Kuchen und Kaffee zu sich nehmen kann!!!!

Ein weiter Dank geht an die Helfer Düren und Hürtgenwald. Mit Euch arbeiten wir gerne wieder! Es war kein Problem, dass wir uns nicht kannten – besser hätte man nicht Hand in Hand arbeiten können.

Hier noch ein Dankesschreiben der Polizei.pdf (14 kB)

Sandra Schäfer-Koll
Ausbilderin Rettungshund
Fachgruppe Ortung
OV Aachen


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