Technisches Hilfswerk
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ABC-Urlaub in Frankreich (Teil 2)

Fortsetzung

Im Laufe der Woche konnten sich die Teilnehmer in einem alten Fort, in einem Steinbruch und auf dem Campgelände mit der Handhabung der Geräte und der Bergungsmethoden vertraut machen. Auch das Übernachten im Gelände in einem provisorischen Biwak gehörte dazu.


Zu der Abschlussübung am Freitagabend auf einem riesigen Trümmergelände kamen auch Geschäftsführer Wolfgang Friebe und der Sachbearbeiter Ausbildung Christian Schütze zu Besuch. Beide konnten sich wieder von einer außergewöhnlich guten Teamarbeit zwischen CMS und THW überzeugen. Auch Sprachprobleme waren kein Hindernis. Hauptsächlich wurde Englisch gesprochen. Aber auch Französisch, „Denglisch“ und „Hände und Füße“ (Ausdruck von Gerd Escherich)

Die Geschäftsstelle Aachen ist federführender Organisator dieser außergewöhnlichen Lehrgänge. Erster Kontaktmann und „Vater“ der THW-Helfer ist Gerhard Escherich, der seit mehr als 24 Jahren den Kontakt zum CMS ( Corps Mondial de Secours ) pflegt und Stellvertretender Lehrgangsleiter ist.
Was Gerd freundschaftlich anordnet, das wird unverzüglich erledigt.

Bei der Einsatzübung in diesem Gelände wurde von den Helfern alles gefordert. Das Übungsgelände simuliert eine eingestürzte Autobahnbrücke. Das gesamte Tal ist prall gefüllt mit mächtigen Trümmern, etlichen Bussen und vielen Autos. Hier einen Vermissten oder Verletzten zu finden, war oft nicht schwer. Die Person jedoch zu bergen war sehr schwer und gefährlich für Opfer und Retter.

Überall ragten Monierstähle aus den Trümmern. Alles war sehr schwer zu begehen. Die vorhergehende Ausbildung und auch die allgemeine Ausbildung sowohl beim THW als auch beim CMS machten sich bei dieser Einsatzübung bezahlt.

Am frühen Morgen, gegen 03:00 waren alle Verletzten geborgen, endlich konnte das gesamte Material und die Ausrüstung wieder auf den MzKW aus Aachen (Mehrzweck-Kraftwagen) und die beiden GKW aus Hürtgenwald und Eschweiler verlastet werden. Um 04.00 Uhr waren alle wieder im Camp Auch diese Nacht war wieder für alle ein Genuss ; Vor !, während und nach der Übung und auch die restlichen vier „Schlafstunden“. Grundregel bei allen Nachtübungen war: Bei einer Rückkehr vor 03.00 Uhr ins Camp Frühstück um 07.00 Uhr, bei späterer Rückkehr Frühstück um 08.00 Uhr

Nach dem letzten Frühstück am Samstag, den 08.08. begann der letzte Lehrgangstag. Dieser Tag galt der Materialkontrolle und -pflege, dem Verlasten auf den MzKW , dem Abbau der Zelte, Rückbau aller Aufbauten wie Funk, Zentrale, Logistik.

Die Lehrgangsteilnehmer wurden bewertet und bekamen die Urkunde „TECHNICIEN DE CATASTROPHES"
Am Abend kamen mehrere Politiker, Bürgermeister und Gemeindeverantwortliche zum Ab-schlussempfang des Lehrgangs. In einer gemütlichen Runde gab es erstmals Wein und kaltes Bier statt Wasser.

Am nächsten Morgen traten Markus Kalf und Rainer Bergs bereits sehr früh ihre 1000 Kilometer lange Reise an, um das Material zurück nach Oissel zu bringen. Nach dem Abladen gab es nur noch ein Ziel : Noch 500 km bis Aachen, die sie ohne Probleme absolvierten.
Alle anderen Helfer fuhren am Sonntagmorgen nach den letzen Reinigungsarbeiten und einem herzlichen Abschied von den französischen Freunden mit den GKWŽs den direkten Weg über Metz, Luxembourg, nach Aachen.

Der Lehrgang war für alle beteiligten THW-Helfer ein Erlebnis besonderer Art, anstrengend aber schön.

Das Erlebte kann noch heute wirken …………………

Text & Fotos:
Markus Kalf
Zugführer 2. Technischer Zug
OV Aachen

Weitere Fotos
Rainer Bergs
Zugführer
OV Hürtgenwald



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