Technisches Hilfswerk
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Großeinsatz des THW beim Reitturnier in der Aachener Soers

16.07.2011

Jedes Jahr findet in Aachen das CHIO (Concours Hippique International Officiel) statt, durchgeführt vom Aachen-Laurensberger Rennverein ALRV. In diesem Jahr fand das Turnier vom 9. bis 17. Juli statt mit der Geländeprüfung am 16. Juli. Es ist seit vielen Jahren das weltgrößte Fest des Pferdesports und dauert zehn Tage. Seit 1978 ist das Technische Hilfswerk - THW - fest darin eingebunden.

„Der Einsatz von 208 THW-Helferinnen und Helfern aus zehn Ortsverbänden mit 81 Trillerpfeifen, 31 Fahrzeugen und 53 Funkgeräten ist erfolgreich beendet, Aufgaben erfüllt, keine besonderen Vorkommnisse“. Diese Bilanz des THW-Einsatzes konnten THW-Einsatzleiter Thomas Bültmann, sein Stellvertreter Bernd Schäfer und der Aachener THW-Ortsbeauftragte Jochem Brammertz als Koordinator und Mitglied im Sicherheits- und Koordinierungsstabes (SiKo) des Aachen - Laurensberger - Rennvereins (ALRV) am Samstagabend ziehen, nachdem beim CHIO das letzte Gespann der Geländeprüfung das Ziel im Reitstadion passiert hatte. Das THW war wiederum für die technische Betreuung und die Sicherheit innerhalb des Geländes bei der Geländeprüfung der Gespanne und auch der Vielseitigkeitsreiter (Eventing) auf der gleichen Strecke in der Aachener Soers verantwortlich.

Der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) hatte dem THW die nachfolgenden Aufgaben übertragen:
• Lenkung der Zuschauerströme an den gekennzeichneten Kreuzungspunkten und Brücken
• Steuerung der Zuschauerströme an den Hindernissen
• Besetzung der Start und Zielpositionen der Streckenabschnitte A, D und E und Übermittlung der Zeiten der Gespanne an die sportliche Einsatzleitung.
• Besetzung der Gates in der Strecke A und Registrierung der Durchfahrtszeiten der Gespanne.
• Besetzung der acht Hindernisse im Streckenabschnitt E und Unterstützung der Hindernisrichter des ALRV.
• Freihaltung der Rettungswege an markanten Stellen bei gleichzeitiger Unterstützung durch die Stadtreiter.
• Stellung zweier bevollmächtigten Vertreter im Sicherheits- und Koordinierungsstab (SiKo) des Aachen - Laurensberger - Rennvereins (ALRV) während der ganzen Tunierwoche.
• Bildung einer THW-Einsatzleitung
• Stellung von Verbindungspersonen in den verschiedensten Leitstellen der sportlichen Abteilungen Eventing und Fahren des ALRV.

Am frühen Morgen trafen die Helfer aus zehn THW-Ortsverbänden in der Soers ein. Die Start- und Zielstellen wurden besetzt und betriebsbereit gemacht. Die Fachgruppe Führung-Kommunikation des THW-Ortsverbandes Jülich richtete auf dem Gelände die Führungsstelle für die THW-Einsatzleitung ein.

Für den Sicherheits- und Koordinierungsstab (SiKo) wurde ein Zelt als Stützpunkt direkt neben der THW-Einsatzleitung aufgebaut und als Zentrale eingerichtet. In zeitlichen Abständen fanden dort Besprechungen mit den Mitgliedern aus den beteiligten Organisationen; ALRV, Polizei, Berufsfeuerwehr, Ordnungsdienst, den Sanitätsorganisationen JUH, DRK, und MHD sowie dem THW statt. Dabei konnten alle anstehenden Probleme, Notfälle oder Abläufe sofort geklärt werden. Der zweite Mann im Siko seitens des THW war Thomas Johnen. Der Stolberger unterstützte unseren Ortsbeauftragten Jochem Brammertz, während der gesamten Tunierwoche im Bereich der SiKo. Die THW-Einsatzleitung stand auch in ständigem Kontakt mit den Verbindungspersonen des THW in der Rechenstelle des ALRV, wo alle sportlichen Fäden zusammenliefen.

Die Wettkampfstrecke war in zehn Sektoren aufgeteilt mit jeweils verantwortlichen Leitern. Diese standen mit der THW-Einsatzleitung in ständiger Funkverbindung und sorgten für die Besetzung der Positionen in ihrem Sektor. Auf der Geländestrecke in der Aachener Soers startete um 10.00 Uhr das Eventing mit 42 Reitern, die 26 Hindernisse überwinden mussten. Der Start der Marathonfahrt für Gespanne mit 25 Vierspännern erfolgte um 13.30 Uhr.

Durch den Veranstalter war die Wettkampfstrecke auf der gesamten Länge mit Seilen beidseitig so abgesperrt worden, dass den Zuschauern der Zutritt in die Strecke verwehrt wurde. Um ihnen ein Kreuzen der Strecke zu ermöglichen, wurden Kreuzungspunkte (Crossing-Points) eingerichtet. Die 43 Übergänge wurden durch die Helfer und Helferinnen des THW gesichert. Diese nutzten Trillerpfeifen, um die Zuschauer beim Passieren der Teilnehmer zu warnen und die Übergänge zu sperren. Die ca. 42.000 Besucher konnten so auf der acht Kilometer langen Strecke sicher von einem Hindernis zum nächsten wandern. Dank der Disziplin der Zuschauer gab es nirgendswo größere Probleme.

An den acht Hindernissen herrschte stets großer Publikumsandrang. Die THW-Helfer stellten sicher, dass die Ein- und Ausfahrten für die Reiter bzw. die Gespanne frei blieben. Sie sorgten auch mit dafür, dass Schäden am Hindernis schnell behoben wurden.


Verteilung der Verpflegung in den Sektoren

Die Verpflegung der Helferschaft oblag der Logistikgruppe des THW Aachen unter der Leitung von Ursula Ortmanns und Jörg Flachskampf. Die Verteilung im Gelände erfolgte mit einem Spezialfahrzeug, das der ALRV zur Verfügung stellte.

Nach dem Wettkampfende dankte Einsatzleiter Thomas Bültmann bei einer kurzen Nachbesprechung allen beteiligten THW-Kräften für ihren Einsatz, dann rückten gegen 18.00 Uhr alle müde, aber zufrieden in ihre Standorte ab.

Sieger bei den Vielseitigkeitsreitern wurde der Deutsche Michael Jung, bei den Gespannfahrern gewann der 21-jährige Michael Brauchle aus Deutschland .

Beteiligte THW-Ortsverbände
- Aachen
- Eschweiler
- Euskirchen
- Geldern
- Grevenbroich
- Hürtgenwald
- Nörvenich
- Schleiden
- Stolberg
- Simmerath




Text :
Gerhard Escherich
Beauftragter für
Öffentlichkeitsarbeit
und Helferwerbung (BÖ)
Ortsverband Aachen

Fotos :
Gerhard Escherich
Dominik Hölscher
Sebastian Van Vlodrop
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