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Übung der Fachgruppen Elektroversorgung

11.02.2012

Stromversorgung ist lebenswichtig
Übung der Fachgruppen Elektroversorgung in Aachen mit Unterstützung der Berufsfeuerwehr Aachen.

Wie wichtig eine funktionierende Stromversorgung ist, zeigt sich vor allem bei längerem Stromausfall bei Naturkatastrophen oder technischen Pannen im Leitungsnetz. Dann ist auch das tägliche Leben in allen Bereichen schwer beeinträchtigt. Diese Situationen waren z.B. bei der Schneekatastrophe 2005 im Münsterland entstanden.

Hier sind die Fachgruppen Elektroversorgung (FGr E) des Technischen Hilfswerks THW gefordert. Die FGr E ist das mobile Elektrizitätswerk des THW. Die Fachgruppe Elektroversorgung verfügt über Netzersatzanlagen (NEA) mit einer Leistung von 200 kVA. Die Aggregate sind schallgedämpft und können auch für parallele Einspeisungen genutzt werden. Mit mehreren, parallel angeschlossenen Aggregaten kann das THW auch einen Ortsteil vorübergehend mit Strom versorgen.

Nach den Erfahrungen aus 2005 treffen sich seitdem einmal im Jahr mehrere Fachgruppen E, um sich in Theorie und Praxis gemeinsam auf solche Lagen vorzubereiten. Diese Ausbildung fand am Wochenende zum siebten Mal statt, diesmal wieder in Aachen. Auf dem Gelände des OV Aachen befindet sich eine Übungsstrecke für die Elektroversorgung, die alle Möglichkeiten der Ausbildung bietet. Der Tag begann um 9 Uhr mit der Einführung in den theoretischen Teil.

Der Leiter der Ausbildung, Dominik Hölscher - Gruppenführer der FGr E Aachen - konnte 28 Teilnehmer aus den Ortsverbänden Aachen / Düsseldorf / Jülich begrüßen. Am Nachmittag wurde die Übung noch durch den Kranwagen der Berufsfeuerwehr Aachen mit zwei Kameraden der BF unterstützt. Im theoretischen Teil wurden Grundlagen des E-Einsatzes, technische Grundlagen der Verwendung der Aggregate, Zusammenschaltungen usw. behandelt und besprochen.

Nach dem Mittagessen folgte der praktische Teil. Von der Einsatzleitung mit Zugführer Thomas Havertz wurden zwei Versorgungsgebiete mit totalem Stromausfall vorgegeben. Im ersten Gebiet galt es, ein alleinstehendes Haus schnellstmöglich über eine NEA 200 kVA zu versorgen und vorab zu beheizen. Es musste ein automatischen Backup-System durch ein zweites Aggregat eingerichtet werden, um bei Ausfall der ersten NEA die Elektroversorgung weiter sicherzustellen.

In dem zweiten Versorgungsgebiet stellte sich die Aufgabe, in einer Trafo-Station einen neuen Transformator einzubauen und zwischenzeitlich die Einspeisung durch ein 50 kVA-Aggregat zu gewährleisten. Bei dem Einbau des 2,4 to schweren Trafos, der seitlich eingebracht werden musste, leistete der Kran der Berufsfeuerwehr wertvolle Hilfe. Das Gelände bis zur Trafo-Station war nicht befahrbar, doch dank der Jonglierkünste des Kranfahrers wurde die Aufgabe relativ zügig gelöst.

Bei der Abschlussbesprechung am Abend zeigten sich alle mit dem Ablauf des Tages zufrieden. Trotz Kälte und Schnee hatten die Teilnehmer alle gestellten Aufgaben erfüllt. Man verabschiedete sich mit dem Versprechen zur nächsten gemeinsamen Ausbildung in 2013.

Teilnehmer
OV Aachen FGr E 7 Helfer
Zugtrupp 1.TZ 3 Helfer
1.TZ / B1 6 Helfer
OV Düsseldorf FGr. E 6 Helfer
OV Jülich 1. TZ / B2 6 Fachhelfer E
BF Aachen Kranwagen 2 Feuerwehr-Kräfte




Text :
Gerhard Escherich
Beauftragter für
Öffentlichkeitsarbeit(BÖ)
Ortsverband Aachen

Foto´s
Gerhard Escherich
und
Jochem Brammertz
Ortsverband Aachen


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