13.07.2019, von Jan Schulz-Wachler (ZF 2.TZ)

24-Stunden Einsatzübung des OV Aachen in Zusammenarbeit mit der freiwilligen Feuerwehr Haaren und dem Malteser Hilfsdienst

Samstagmorgen 8 Uhr, die ersten Teilnehmer treffen in der Unterkunft ein. Sie erscheinen um an einer großen und vor allem langen Übung teilzunehmen. Vom Technischen Hilfswerk (THW) Aachen sind alle Einheiten beteiligt, beide technischen Züge, die Fachgruppen Elektro und Ortung, die Taucher sowie die Jugendgruppe. Dazu kommen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Haaren und des Malteserhilfsdienst (MHD).

Doch bevor es losgeht ist der wichtigste Helfer im Einsatz, der Koch des Ortsverbandes Aachen.

Er hat ein reichhaltiges Frühstück vorbereitet, damit alle gut gestärkt in den Tag starten.

 

Nach dem Frühstück geht es direkt mit den ersten Einsatzübung los. Die Einheiten bekommen ihre Aufträge und rücken aus. Es geht Richtung Münsterbusch auf einen Truppenübungsplatz der Bundeswehr. Hier gilt es am Übungshaus einen Hausbrand zu bekämpfen und Verletzte zu bergen. An der zweiten Einsatzstellewird der Einsatz der großen Tauchpumpen (Pumpleistung 5.000 l/min) geübt.

 

Gleichzeitig galt es in einer Kiesgrube bei Aldenhoven drei vermisste Kinder zu suchen und ggf. zu retten. Nach Ankunft in der Kiesgrube teilten sich die Teams des technischen Zuges und der Fachgruppe Ortung auf. Die Rettungshunde übernahmen den unwegsameren Teil der Kiesgrube. Alle gesuchten Personen konnten gefunden und dem Sanitätspersonal des Malteser Hilfsdienstes übergeben werden.

 

Nachdem alle Einheiten zurück in die Unterkunft gekehrt waren und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt war, ging es für die über 60 Helfer*innen zum Mittagessen.

 

Kaum war der letzte Teller leer gegessen ging es schon weiter zur nächsten Übung. Im Kamp Astrid in Stolberg war es zu einem Unfall in einer Zimmerei gekommen. Nach der Brandbekämpfung mussten drei Verletze, die zum Teil unter Trümmern eingeklemmt waren, gerettet werden.

 

Im Anschluss ging es nach kurzer Pause und Auffüllen der Verbrauchsmaterialien direkt weiter zum nächsten Szenario in Alsdorf. Vor Ort trafen unsere Einheiten auf die Kollegen der Feuerwehr und des THW Alsdorf. Gemeinsam wurden vier Vermisste im und am Wasser des Stadtweihers gesucht. Die Taucher konnten einen Schwimmer, der auf dem Wasser trieb, retten und fanden den zweiten Schwimmer später in ca. 2 Metern Tiefe trotz der extrem schlechten Sicht im trüben Gewässer.

 

Die anderen Einheiten suchten die Uferbereiche ab, bauten in der Dämmerung Beleuchtung auf, unterstützten die Taucher mit einem Schlauchboot und fanden im Uferbereich die beiden weiteren Vermissten. Nachdem der MHD alle gefundenen Personen professionell versorgt hatte und alles abgebaut war ging es zurück in die Unterkunft.

 

Erst nach Mitternacht waren alle zurück und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt.

 

Die Nachbesprechung fand auf dem neuen Grillplatz der THW Unterkunft statt, der rechtzeitig fertig geworden ist. Nach einem sehr langen Tag und guten Gesprächen hatten sich alle Beteiligten ihr Bett mehr als verdient.

 

Wir bedanken uns insbesondere bei den Organisatoren der Übung und bei allen Teilnehmern aus den verschiedenen Organisationen des Katastrophenschutzes der Region.

 

Bericht: Jan Schulz-Wachler (Zugführer 2. TZ)

Fotos: Michael Henninghaus (stv. Ortsbeauftragter); Jennifer Schwarzer (Ausbildungbeauftragte)


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