Schneefälle, Glätte, Wind, Minusgrade beschrieben das Wettergeschehen in der Eifel. Mehrere Gruppen des Ortsverbands Aachen verlegten trotzdem, beziehungsweise genau deswegen, an den Eiserbachsee in Rurberg. Hauptaufgabe war die Suche und die Bergung nach im Eis eingebrochenen Personen. Dazu mussten die Bergungstaucher das Gewässer unterhalb der Eisdecke absuchen. Unterstützt wurden sie dabei von den anderen Gruppen, die sich mit der Absicherung der Wege und des Geländes, dem Schaffen von Zugängen zum Gewässer und dem Aufbauen und Beheizen eines Zeltes beschäftigten. Nur so kann ein anhaltender Einsatz im Winter gewährleistet werden. Die Logistik verpflegte die Einsatzkräfte mit heißer Suppe und Tee. Die Anfahrt in die verschneite Eifel erfolgte vorsichtig, aber stetig und verlief ohne Probleme.
Eisunfälle betreffen nicht nur Wintersportler. Insbesondere bei langanhaltenden, katastrophalen Winterwetterlagen steigt auch für Einsatzkräfte in Gewässernähe das Risiko erheblich. Der Einsatz mehrerer THW-Fachgruppen ist speziell auf solche lang andauernden Unwetterlagen abgestimmt. Dabei müssen sich die THW-Einheiten gegenseitig unterstützen und absichern. Der Ortsverband Aachen zeigte, dass seine Teileinheiten koordiniert zusammenarbeiten können und auch unter widrigen Wetterbedingungen voll einsatzfähig sind.
Bericht: Dr. Philipp Michel, Gruppenführer Bergungstauchen
Fotos: Marcel Völkoi, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit