25.05.2018, von Daniel Alboldt

Einsatzübung mit dem OV Eschweiler

Am Freitag, dem 25.05.2018, piepten die Funkmeldeempfänger der Helfer des Ortsverbandes Aachen. Grund für den Alarm war eine durch den OV Eschweiler organisierte Einsatzalarmübung. Neben der 1. Bergungsgruppe (B1) des 1. Technischen Zuges, der 2. Bergungsgruppe (B2) des 2. Technischen Zuges und der Fachgruppe Ortung wurden ebenfalls der Baufachberater des OV Aachen und die Fachgruppe Elektroversorgung angefordert. Letztere sollte ihre 200 kVA Netzersatzanlage als zentrale Stromversorgung für alle Einheiten zur Verfügung stellen.

An der Unterkunft angekommen, bereiteten die Helfer ihre Fahrzeuge vor und rückten schon bald in Richtung Einsatzstelle aus. Der Baufachberater war bereits zur Beurteilung der Lage vorausgefahren.

Nach etwa halbstündiger Fahrt erreichten die Helfer ihr Ziel: das ehemalige Gelände eines belgischen Tanklagers zwischen Langerwehe und Düren. Hier sollten fünf vermisste Jugendliche vom OV Eschweiler aufgespürt werden. Aufgrund personeller Unterdeckung wurde der OV Aachen zur Unterstützung alarmiert. Die Führungskräfte der Gruppen ließen sich von der Einsatzleitung in die Gegebenheiten vor Ort einweisen und führten eine erste Lageerkundung durch.

Danach ging es für die B1 zu einem Haus, dessen Decke teilweise abgestützt werden sollte. Da es bereits zu dämmern begann, wurde die Einsatzstelle zuerst ausgeleuchtet. Anschließend verschlossen die Helfer mehrere Schächte zu ihrer eigenen Sicherheit mit Bohlen.

Im Haus wurde nach kurzer Beratung zum Vorgehen mit der Arbeit begonnen: Mittels Baustützen und Bohlen zur Kraftverteilung stützten die Helfer diejenigen Dachbalken ab, die laut Beurteilung des Baufachberaters einsturzgefährdet waren. Material dazu wurde vom OV Eschweiler zur Verfügung gestellt.

Zur gleichen Zeit sorgte die B2 mit ihrem SEA für die Ausleuchtung einer weiteren Einsatzstelle. Anschließend sollte dort mit dem schweren Gerät dieser Gruppe eine Betonplatte bewegt werden, allerdings fehlte dazu zum Schluss die Zeit.

Auf dem Dach eines weiteren Hauses konnte außerdem die Fachgruppe Ortung mit einer Searchcam eine der vermissten Personen ausfindig machen.

Etwa drei Stunden nach der Alarmierung erfolgte schließlich der Rückbau aller Geräte und nach einer kurzen Abschlussrunde fuhren alle zurück in ihre Unterkunft.

 

Da der OV Eschweiler diese Übung ohne Ankündigung mit dem OV Aachen durchgeführt hat, kam der Alarm für uns alle überraschend und gab somit eine reale Einsatzsituation noch genauer wieder. Dadurch konnten alle Beteiligten noch besser lernen, in unbekannten Situationen gute Arbeit zu leisten. Daher vielen Dank an die Organisatoren der Übung für die tolle Planung und Durchführung der Aktion.

Text: Daniel Alboldt

Bilder: Erwin Emmerich, OV Eschweiler


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