Beringen, 09.06.2017, von Wolfgang Friebe

Internationale Übung in Beringen/Belgien

Feuerwehrtaucher und THW-Bergungstaucher gemeinsam aktiv

„Taucher zu Wasser“ hieß es am 9. Juni im belgischen Städtchen Beringen.

Eine erste gemeinsame Übung der Feuerwehrtauchergruppen aus den grenznahen Bereichen der Niederlande, Belgiens und den THW-Bergungstauchern aus Aachen fand jetzt in Beringen im Indoortauchzentrum TODI statt. Ziel dieser ersten gemeinsamen Veranstaltung war das Kennenlernen der Vorgehensweisen der einzelnen Einheiten bei Taucheinsätzen.

Zunächst wurde das Szenario „Retten einer Person aus einem ins Wasser gestürzten Fahrzeug“ nacheinander von allen 6 teilnehmenden Einheiten abgearbeitet; jeweils unter den aufmerksamen Blicken der anderen Einheiten. Im Anschluss war die Rettung eines verunfallten Feuerwehr-/THW-Bergungstauchers – das so genannte Notfallverfahren – zu absolvieren.

Die Übungsteilnehmer und Beobachter stellten im Verlauf der Veranstaltung fest, dass die Vorgehens- und Arbeitsweisen der einzelnen Einheiten sehr ähnlich sind. Somit sind hier bei realen gemeinsamen grenzüberschreitenden Einsätzen keine Erschwernisse in der Zusammenarbeit, Einsatztaktik und Koordination zu erwarten. 

Die Einsatzkräfte der Brandweer Limburg-Noord (NL)  Zuid-Limburg (NL). Brandweer Maasmechelen (B), Brandweer Liége (B),  Brandweer Genk (B) und der Bergungstauchereinheit des THW Ortsverbandes Aachen tauschten sich nach den praktischen Übungen bei einem kleinen Imbiss aus und erläuterten Details zur Vorgehensweise, Taktik und insbesondere den einzuhaltenden Sicherheitsbestimmungen.

Initiiert wurde die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Unterwasserspezialisten vom  Projektbüro EMRIC.

EMRIC steht für den Niederländischen Namen Euregio Maas-Rhijn Incidentenbestijding en Crisisbeheersing (Euregio Maas-Rhein Einsatz- und Krisenbewältigung). EMRIC ist ein einzigartiger Zusammenarbeitsverband von Behörden, die für die Sicherheit in den Bereichen Brandschutz, technische Hilfeleistung und Rettungsdienst in ihrem Bereich zuständig sind.

In einer grenzreichen Region wie der Euregio Maas-Rhein können die ausländischen Hilfsdienste häufig schneller zur Stelle sein, als die eigenen Dienste. Wenn jede Sekunde zählt, ist schnelle Hilfe lebenswichtig. Deshalb gilt, dass grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein MUSS ist.

Neben diesen Partnern arbeiten noch gut 30 Organisationen und Behörden mit dem EMRIC-Verband zusammen. So auch das Technische Hilfswerk. Die THW-Geschäftsstelle Aachen ist hier entsprechend vernetzt, hält die Kontakte und sorgt für die Einbindung des THW. 

Folgerichtig war es, die THW-Bergungstaucher Aachen, die im Bereich der Städteregion Aachen (Stadt und ehemaliger Kreis Aachen) in die örtliche Gefahrenabwehr als fester Bestandteil und Ersteinsatzmittel eingebunden sind, auch grenzüberschreitend in die technische Hilfe unter Wasser einzubeziehen und eine Vernetzung anzustreben. So können künftig bei größeren Schadenlagen zusätzliche Tauchereinheiten grenzüberschreitend in allen drei Ländern eingesetzt werden. Die THW-Bergungstaucher bereichern durch ihre zusätzlichen technische Möglichkeiten im Sektor der Unterwasserarbeiten das euregionale Spektrum über die Personensuche und –rettung/bergung hinaus deutlich.


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