18.01.2024

Schneechaos in der Region

Infolge der heftigen Schneefälle der vergangenen Woche kam es auf den Autobahnen A4 und A44 zwischen Aachen und Köln zu massiven Verkehrsbehinderungen durch liegengebliebene LKW. Die Gefahr war so groß, dass am Donnerstagmorgen ein Amtshilfeersuchen der Polizei beim THW Ortsverband Aachen einging. Umgehend wurden Helfer beider technischer Züge alarmiert.

Da man sich auf die Lage frühzeitig eingestellt hatte, waren bereits beide Gerätekraftwagen des Ortsverbandes Aachen mit Gleitschutzketten ausgerüstet und rollten gegen 06:30 Uhr mit dem Ziel A4 Anschlussstelle Laurensberg vom Hof.

Zeitgleich wurde der MzKW der Fachgruppe Schwere Bergung für einen möglichen Einsatz vorbereitet. Aufgrund der Vielzahl von Gefahrenstellen wurde dieser kurze Zeit später nachalarmiert und schloss sich den Bergungsmaßnahmen noch an der ersten Einsatzstelle an. Somit befand sich der Ortsverband Aachen mit Zugstärke im Einsatz, während im Hintergrund bereits Vorbereitungen für eine mögliche Nachalarmierung weiterer eigener Kräfte erörtert wurde, falls die Schadenslage aufzuwachsen drohte.

Die Einsatzstellen zogen sich auf der A44 von der Grenze zu Belgien im Süden bis zum Autobahnkreuz Aachen im Norden sowie auf der A4 von der Ausfahrt Laurensberg im Westen bis zur Ausfahrt Eschweiler-Ost im Osten. In enger Absprache mit der Autobahnpolizei wurden diese zügig und selbstständig abgearbeitet.

Zur Verpflegung der Einsatzkräfte wurde nach wenigen Stunden zusätzlich der Fachzug Logistik des Ortsverbandes Aachen alarmiert. Innerhalb kurzer Zeit stellten sechs Helfer die Versorgung der im Einsatz befindlichen Kameradinnen und Kameraden sicher und sorgten mit 20 Litern Kaffee, 10 Litern Tee und 30 Litern Gulasch sowie vegetarischer Alternative für eine wärmende Stärkung. Von den Einsatzkräften auf der Straße, die allesamt vor dem Frühstück alarmiert wurden, an dieser Stelle ein großes Dankeschön!

Am Ende des Einsatzes um 14:30 Uhr ergab sich eine beachtliche Bilanz von 33 freigeschleppten und fünf freigeschaufelten LKW sowie knapp 400 gefahrenen Kilometern.

Dieser Einsatz zeigte, dass sich sowohl die gute Ausbildung unserer Einsatzkräfte als auch unsere Einsatztaktik bewährt hat, um im Ernstfall anderen Organisationen und der Bevölkerung zügig zur Hilfe zu eilen. In Kombination mit unserer Möglichkeit die Anzahl von Einsatzkräften schnell auf große Zahlen anwachsen zu lassen und diese autark zu versorgen, sind wir in der Lage zügig professionelle und selbstständige Hilfe zu leisten.

Vielen Dank an unsere Partner der Landes- und Autobahnpolizei für die reibungslose Zusammenarbeit und das gegenseitige Vertrauen. Gemeinsam konnten wir die Autobahnen für alle Menschen in der Städteregion Aachen etwas sicherer machen.

Bericht:

Nicholas Heck-Großek  Zugtruppführer 2. Technischer Zug

Bilder:

Julia Bauer, Stephan Koss, Yannick Rau, Sven Teckentrup


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